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Unter einem Labor-Beagle versteht man einen Beagle, der als Versuchstier beispielsweise in der Pharmaindustrie eingesetzt wurde, um an ihm neue Medikamente auszuprobieren. In der Regel sind dies Tier-Medikamente gegen Parasiten, allerdings werden Beagles auch in der Forschung der Humanmedizin eingesetzt. Manche der Beagles bleiben nur kurze Zeit in den Labors, andere dagegen für Jahre. Es sollen hier nicht die Fragen erörtert werden, ob Tierversuche nötig und unverzichtbar sind oder wie kommerzielle Züchter ihre Tiere behandeln, sondern es soll nur kurz die Rasse vorgestellt werden und wie man ehemaligen Versuchstieren unmittelbar helfen kann. |
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(Snoopy [1993-2007]) |
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Ein Beagle ist ein kleiner Meutejagdhund, dessen Ursprünge in Frankreich und Großbritannien liegen. Als Jagdhund hat er einen ausgeprägten Jagdtrieb und eine sehr gute Nase Der Beagle wird 35-40 cm hoch, bis zu 18 Kilo schwer und ist zwei- oder dreifarbig. Als Meutehund liebt der Beagle Gesellschaft - egal ob tierisch oder menschlich - und Bewegung. Er ist ein sehr freundliches, fröhliches, verfressenes, eigensinniges und stures Tier, dabei in der Regel gesund, hart und zäh. Gerade die letzten Eigenschaften machen den Beagle zum bevorzugten Versuchstier unter den Hunden. Der berühmteste Beagle der Welt dürfte Snoopy aus den Comics von Charles M. Schulz (Peanuts) sein. Wer jemals einen Beagle besessen hat, weiß, dass Schulz den Charakter dieser Rasse mehr als treffend dargestellt hat. |
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In den Laboren werden neben normal-großen Beagles auch solche eingesetzt, die speziell für ihre Aufgabe als Versuchstiere gezüchtet wurden, die so genannten Marshall- oder Pocket-Beagles. Diese sind etwas kleiner und zierlicher als die üblichen Beagles, aber ansonsten wie ihre größeren Kollegen. Die Familie Marshall züchtet auf den Marshall Farms in den USA Labortiere, die sie zu Tausenden an Labors verkauft; von daher der Name 'Marshall-Beagle'. Tierschutzvereine und verwandte Organisationen bemühen sich seit vielen Jahren darum, ehemalige Versuchstiere in gute Hände zu vermitteln. So gibt es beispielsweise das Kölner Modell, in dem die Bayer AG Beagles und andere Hunde, deren Einsatz als Versuchstiere zu Ende ist, an das Tierheim Wermelskirchen abgeben. Die Übernahme eines solchen Tieres kann unter Umständen viel von den neuen Besitzern verlangen, denn die Hunde sind oft ängstlich, nicht sauber oder anders verhaltensauffällig, denn häufig kennen sie die scheinbar einfachsten Dinge nicht wie beispielsweise Gras oder Kälte. Man sollte sich davon aber nicht abhalten lassen, ein ehemaliges Versuchstier aufzunehmen, denn sie danken es einem mit einem Übermaß an Zutrauen und Zuneigung, wenn sie die Anfangsprobleme in der neuen Umgebung bewältigt haben. Und nebenbei bemerkt, aus eigener Erfahrung wissen wir, dass man auch mit einem Welpen aus scheinbar seriöser Zucht ähnliche Probleme wie die oben geschilderten haben kann. |
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(Charlie beim Toben) |
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(Charlies Lieblingsbeschäftigung) |
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Unser Labor-Beagle heißt Charlie,
ist ein Pocket-Beagle und seit August 2007 bei uns. Wir haben ihn aus
dem Tierheim Wermelskirchen und vorher war er 2 ¼ Jahre bei
Bayer. Auch er kannte keine Treppen, kein Gras, war und ist immer
noch ein wenig schreckhaft, schnüffelte anfangs gar nicht usw.
Zu unserer Überraschung war er aber im Prinzip sauber, hatte
keine Angst vor Autos und war und ist verrückt nach Menschen,
besonders wenn er weiß, dass sie Leckerchen in den Taschen
haben. |
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Treffen der Ex-Labor-Beagles beim Tierheim Wermelskirchen im Juni 2008
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Links Tierheim Wermelskirchen (Kölner Modell) Informationen zu Labor-Beagles (1) |
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